Sinne erfahrbar machen
Im Alltag treten allzu oft feine Sinneswahrnehmungen in den Hintergrund. Die Sensibilität für die eigene Wahrnehmung wieder zu schärfen heißt auch, das Antennen für die Empfindungen Anderer weiter auszufahren. Dass diese Erkenntnis zudem eine Menge Spaß bereiten kann, macht sich der Parcours zunutze: der FAIR MOBIL-Parcours umfasst ein umfangreiches Set zur Bewusstmachung der Sinne.
Eine besondere Kugelbahn mit Schikanen stellt die Reaktion und das rasche Erfassen der Situation in kurzen Augen-Blicken auf die Probe. Die Kinder und Jugendlichen ebnen bestimmten Kugeln den Weg durch einen Turm und ihre Hände, andere versuchen sie herauszuschnappen. Dabei gilt es ganz nebenbei, sich nicht gegenseitig nervös zu machen, sondern auf die Mitspieler im Team zu hören.
An dieser Station soll nichts daneben gehen: Das Team und einzelne Spieler dirigieren über Sprache und Gehör einen Mitstreiter bei der Aufgabe, ein Gefäß mit einer Flüssigkeit zu füllen, bis das angemessene Niveau erreicht ist, ohne dass das Fass zum Überlaufen kommt. Gespür für den anderen, Ruhe zum Lauschen und Gelassenheit ohne Gruppendruck ermöglichen die feine Abstimmung aufeinander – und damit den Erfolg der Gruppe.
Hier wird die Stationen-Kulisse zum Hintergrund einer kleinen improvisierten Bühne: Mitspielerinnen und -spieler schauen sich wirklich einmal ins Gesicht und werfen einen Blick auf Mimik und Körperhaltung, mit denen ein ganzes Spektrum an Gefühlen präsentiert wird. Gute Antennen für das eigene Auftreten und den Ausdruck der Anderen sind gefragt.
Symbolisch wird ein dicker roter Mund geküsst – allerdings über Umwege, mit Hilfe von Mitspielern, die helfend und unter Einsatz des eigenen Sinns für Balance und Behutsamkeit eingreifen.



