Das theaterpädagogische Konzept

Viele erprobte Konzepte und Programme zum Umgang mit Gewalt und Mobbing an Schulen führen deutlich vor Augen, dass umfassende Maßnahmen auf drei Ebenen nötig sind, um nachhaltig Mobbing und anderen Gewaltphänomenen an Schulen entgegenwirken zu können:

  • Die Ebene der Institution Schule und der dort tätigen pädagogischen Fachkräfte
  • Die Ebene der Klasse als Ort des Mobbing-Geschehens
  • Die Ebene des einzelnen Schülers

Das Medium: Theater

„SPOTLIGHT – Theater gegen Mobbing“ ist ein Baustein im Gesamtgefüge gewaltpräventiver Maßnahmen gegen Mobbing. Da beim Mobbing über die Konstellation Mobbende – Gemobbte – Zuschauer die ganze Klasse mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, ist es sinnvoll, Mobbing-Konflikte genau dort zu behandeln, wo sie entstehen: in der Klasse.
Diesen Grundgedanken, das Thema Mobbing in seinen sozialen Bezügen zu bearbeiten, setzt SPOTLIGHT methodisch mit theaterpädagogischen Arbeitsformen um.

Die Methode: Rollenspiel

Das Herzstück von SPOTLIGHT ist eine speziell auf Mobbing-Zusammenhänge abgestimmte theaterpädagogische Rollenspiel-Methode. Angelehnt an Augusto Boals „Theater der Unterdrückten“, nutzt sie eine Form der szenischen Konfliktbearbeitung, um soziale Lösungsstrategien in Schulklassen zu entwickeln.


Auf diese Weise können Schüler

  • das Phänomen Mobbing in seiner wechselseitigen Verstrickung hautnah erleben
  • Mobbing in seiner systemischen Wirkung auf die anderen Beteiligten erfassen
  • Bedingungen für Lösungen aus dem „Teufelskreis“ Mobbing entwickeln
  • konkrete Handlungsalternativen erproben.

Diese Rollenspiel-Methode zur Konfliktbearbeitung wird im Rahmen der Fortbildungen für Lehrer und pädagogische Fachkräfte vermittelt und an den Projekttagen mit Schülern angewendet.

 

 

 

 

 

 

Mobbing ist ein verfestigter Konflikt, bei dem alle – die Gemobbten, die Zuschauer und die Lehrer – eine Rolle spielen.

 

Theater bewegt, legt offen und verändert.

„Ich glaube an
all die Dinge, die
dank des Theaters sichtbar gemacht werden können.“
(Augusto Boal)